Über 100 Jahre VILSA – eine Historie

Die Geschichte der VILSA-Quelle beginnt nicht etwa in Vilsen sondern gut 6.100 km davon entfernt in New York: 1908 entschließt sich dort der 31-jährige Auswanderer und Ingenieur Jonny Dörgeloh nach fünf Jahren in den USA, seiner Familie in der alten Heimat einen lang ersehnten Besuch abzustatten. Doch als er nach zwei Wochen Reise mit Schiff und Zug in Vilsen ankommt, findet er hier mehr als er erwartet hatte: eine sprudelnd reine Quelle, die ein Mineralwasser zu Tage führt, dass seit Jahrtausenden unberührt ist.

2000

Die Natur im Mittelpunkt

VILSA Mineralwasser, ein großer Schluck Natur.

Die größte Herausforderung für Johnny Dörgeloh im Jahre 1908 bestand darin, der frisch entdeckten Quelle und dem wilden Strom reinen Mineralwassers Herr zu werden, es zu bändigen und aufzufangen. Heute, über 100 Jahre später, müssen wir zwar nicht mehr so sehr „mit“ der Natur kämpfen, wir kämpfen eher „um“ die Natur. Denn sie ist der Ursprung unserer Unternehmung.

1997

Umstellung auf PET

Plastik, der Umwelt zu Liebe.

Saftige Wiesen, weite Wälder, reine Quellen – 1978 wird Bruchhausen-Vilsen offiziell zum Luftkurort erhoben. Und mittendrin entspringt eines der besten und reinsten Mineralwasser Deutschlands: VILSA weiß um die große Verantwortung gegenüber einer intakten Natur. Und so verwundert es auch nicht, dass VILSA-BRUNNEN sämtliche wirtschaftliche Entscheidungen strikt der Ökologie unterordnet. Das gilt auch für die Entwicklung neuer Produkte und Verfahren. Die Natur hat bei VILSA das letzte Wort – seit über 100 Jahren.

1979

Eintritt bei der GDB und Mineralwasserboom

Die Geschichte des VILSA-BRUNNENS will es so, dass sich erst Mitte der 70er-Jahre das natürliche Mineralwasser gegen die Limonadenproduktion durchsetzen kann. Bis dahin nahmen Süßgetränke zu Spitzenzeiten bis zu 80 Prozent der Produktion ein. 1979 wird VILSA Mitglied bei der Genossenschaft Deutscher Brunnen, kurz GDB und darf die Normbrunnenflasche für Mineralwasser einführen – im erfrischenden Amtsdeutsch auch “Brunneneinheitsflasche” genannt. Der Verbraucher erkennt diese übrigens an den charakteristischen 230 Noppen auf dem Glas.

1960

Fuhrpark und Tiefflieger

VILSA-BRUNNEN gewinnt neue Kunden.

Und wird tiefer gelegt. Donnernd und zum Greifen nah schießen in den 60ern amerikanische und englische Piloten in ihren Überschallfliegern über den Heiligenberg. Die Erschütterungen, die diese Übungen auslösen, spülen Sand ins bodennahe Quellwasser. Otto Rodekohr veranlasst daraufhin eine Bohrung, um das Mineralwasser fortan aus den geschützten Tiefen zu entnehmen.

1950

Nachkriegszeit

Der Krieg geht zu Ende, der Erfolg für VILSA beginnt.

1950 kehrt Otto Rodekohr aus der Gefangenschaft in seine geliebte Vilsener Heimat zurück. Lange Jahre des Wartens liegen hinter ihm. Zeit, die er genutzt haben muss, um Pläne für die Zukunft seines Betriebs zu schmieden: Noch im selben Jahr erhält Otto Rodekohr die Konzession zur Abfüllung des neuen Modegetränks „Sinalco“.

1937

VILSA meistert schwere Zeiten

Europa im Krieg, VILSA in der Hand der Frauen.

Trotz Stillstand auf dem Werksgelände sprudelt die VILSA-Quelle ununterbrochen vor sich hin. Im Dezember 1937 überträgt Anna Rodekohr schließlich die Leitung des Unternehmens an Sohn Otto. Gemeinsam mit dessen Ehefrau Margarethe Rodekohr gelingt der rasche Aufschwung des Brunnens. Doch als wenig später der Krieg in Europa ausbricht, ereilt auch Otto Rodekohr der Einberufungsbefehl. So steht mit Margarethe erneut eine Frau alleine an der Spitze des VILSA-BRUNNENS.

1933

Weltwirtschaftskrise

Mit Apfelsinchen gegen die Weltwirtschaftskrise.

Anna Rodekohr steht erst ein Jahr an der Spitze des VILSA-BRUNNENS, als am 24. Oktober 1929 der Schwarze Freitag seinen Schatten von New York bis ins beschauliche Vilsen wirft. Doch Anna und ihr 17-jähriger Sohn Otto, vom ersten Tag an Betriebsleiter, lassen sich nicht unterkriegen und machen sich an die Arbeit: 1930 kommt mit „Apfelsinchen“ die erste Trendlimonade auf den Markt. Leider ohne den erwünschten Erfolg. Ihr Antrag auf Bürgschaft im gleichen Jahr wird abgelehnt. 1933 informieren sie schließlich den Bürgermeister des Flecken Bruchhausen-Vilsen über die Stilllegung des Abfüllbetriebs.

1928

Verkauf von VILSA-BRUNNEN an Familie Rodekohr

Johnny geht, Anna Rodekohr kommt.

Nach den Entbehrungen des ersten Weltkriegs brechen die Goldenen Zwanziger an. Die Mägen der Deutschen füllen sich. Kunst, Kultur und Wissenschaft erleben eine Blütezeit. Und VILSA Mineralwasser und VILSA Limonade sind in und um Vilsen in aller Munde.

1913

Produktsortiment und Auslieferung

Mineralwasser wird immer beliebter.

Die Parole des Sommers 1913: VILSA-BRUNNEN und Zitronen-Sprudel darf in keinem Hause fehlen! So unverblümt und direkt klingt die erste Zeitungsanzeige von VILSA. Nicht ganz ohne Grund: Wassertrinken war zu dieser Zeit bei den Menschen verpönt. Zu oft sind die alten Hausbrunnen durch landwirtschaftliche und häusliche Abwässer verunreinigt. Die Zeitungen geben sich zu dieser Zeit alle Mühe, um auf die Notwendigkeit der körperlichen Trinkwasserzufuhr hinzuweisen, zum Beispiel als Vorbeuge gegen den Hitzschlag.

1912

Eintragung ins Handelsregister

Johnny Dörgeloh – vom Hotelbesitzer zum Quellbesitzer

Wie kein anderer verstand es der Hotelier Johnny Dörgeloh, seine Kurgäste zu hofieren, die in den ausgedehnten Wäldern und Höhen rund um Vilsen nach Erholung suchten. Wie man einen Jahrtausende alten, wilden Strom kristallklaren Wassers bändigt und in Flaschen verpackt, davon hatte er jedoch nicht die leiseste Idee. Johnny Dörgeloh aber nahm die Herausforderung seiner großen Entdeckung an: Drei Jahre später stand das erste Abfüllgebäude. Am 8. August 1912 ließ er seine Quelle im Handelsregister offiziell eintragen.