Was der Körper uns sagt, wenn wir Durst haben

Durst ist der Wasserstandsmelder unseres Gehirns.

Jeder kennt das Gefühl an heißen Tagen oder nach körperlicher Anstrengung: eine trockene Zunge und das unbändige Verlangen, etwas zu trinken – Durst. Die verschiedenen Signale, die darauf hinweisen, dass der Flüssigkeitshaushalt ausgeglichen werden muss, sind Teil des Frühwarnsystems des Körpers. Wie hoch der Wasserbedarf ist, hängt von diversen und individuellen Faktoren ab. Damit unsere Organe funktionstüchtig sind, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Wasserspeicher aufzufüllen.

Was den Durst auslöst

Mineralwasser – idealer und gesunder Durstlöscher

 

Die Schlüsselreize des Durstgefühls sind entweder Flüssigkeitsmangel oder eine erhöhte Salzkonzentration im Blut. Beides kann verschiedene Gründe haben. Natürliche Auslöser sind:

  • körperliche Anstrengungen wie z.B. Sport
  • starkes Schwitzen bei hohen Temperaturen
  • häufiges Wasserlassen bei älteren Menschen
  • Erbrechen oder Durchfall

Sind dies nicht die Auslöser, handelt es sich möglicherweise um ein pathologisch gesteigertes Durstgefühl (Polydipsie). Dann sollte man einen Arzt aufsuchen, denn es gibt dafür möglicherweise krankheitsbedingte Ursachen wie:

  • hormonelle Störungen
  • Zuckerkrankheit wie Diabetes mellitus oder Diabetes insipidus
  • Nebenwirkungen von Arzneimitteln
  • Nieren-, Leber- oder Schilddrüsenerkrankungen
  • Stoffwechselstörungen

 

Täglicher Wasserverlust in Millilitern

Normal-bedingungen warmes Wetter schwere Arbeit / Sport
Haut 350 350 350
Lunge 350 250 650
Urin 1400 1200 500
Schweiß 100 1400 5000
Stuhl 100 100 100
Gesamt 2300 3300 6600

Quelle: https://www.ugb.de/ernaehrungsplan-praevention/durst-trinken

 

Die Warnsignale des Körpers bei Wassermangel

Der menschliche Organismus ist ein hochkomplexes System. Deshalb verfügt er über einige Warnsignale, die er bei Wassermangel aktiviert. Dieses Frühwarnsystem wird vom sogenannten Hypothalamus, einem Teil des Zwischenhirns, gesteuert, der unter anderem die Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme reguliert. Der Mechanismus wird durch die Konzentration an gelösten Stoffen im Blut in Gang gesetzt. Steigt diese an, signalisiert das Hirn Durst und schüttet das Antidiuretische Hormon (ADH) aus, damit der Körper nicht dehydriert. Das klingt für den Laien kompliziert, aber jeder von uns hat es bereits erlebt und bemerkt. Dann werden nämlich bestimmte Körperfunktionen wie z.B. die Speichelproduktion heruntergefahren und die Symptome sind in diesem Fall ein trockener Mund oder Rachen. Doch es gibt noch eine Vielzahl anderer Alarmsignale, die in Abhängigkeit von der Höhe des Flüssigkeitsverlusts zu mehr oder minder starken Beschwerden führen.

  • verminderte Speichelproduktion
  • trockener Mund
  • Kopfschmerzen
  • abnehmende Leistungsfähigkeit
  • Konzentrationsschwäche
  • trockene Haut
  • erhöhte Herzfrequenz
  • Verwirrtheit
  • Muskelkrämpfe
  • Kreislaufkollaps

 

Symptome eines Flüssigkeitsdefizits in Abhängigkeit vom Körpergewicht

Verlust in Prozent des Gewichtes Symptome eines Flüssigkeitsdefizits
0,5 bis < 3 Durstgefühl, verminderte Konzentrationsfähigkeit
3 verminderte Speichel- und Harnproduktion, Leistungseinbußen, Kopfschmerzen, Mundtrockenheit
5 nachlassende Gewebespannung der Haut, Anschwellen der Zunge, Schluckbeschwerden, beschleunigter Herzschlag, Temperaturanstieg, Bluteindickung
ab 10 starke Abnahme der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit, Verwirrtheit, Muskelkrämpfe, Kreislaufkollaps

Quelle: https://www.ugb.de/ernaehrungsplan-praevention/durst-trinken

 

Wieviel Wasser der menschliche Körper braucht

Wieviel Wasser der Mensch benötigt, hängt stark von den oben genannten Faktoren ab. Eine Faustregel sagt, dass der Mensch mindestens 1 – 3 Liter Wasser pro Tag zu sich nehmen sollte. Im Durchschnitt verliert ein Erwachsener täglich 2,5 Liter Wasser durch Ausscheidungen und Verdunstung über die Haut. 1 Liter Wasser wird dem menschlichen Organismus über die Aufnahme fester Nahrung wieder zugeführt. Es bleiben also 1 – 2 Liter, die über Getränke aufgenommen werden müssen. Etwas genauer lassen sich diese Werte für einen gesunden Menschen auf der Basis des Körpergewichts ermitteln. Davon ausgehend, dass der Wasserbedarf 30 – 40 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht beträgt, ergibt sich folgender Durchschnittsbedarf:

Körpergewicht x 35 Milliliter = erforderliche Wassermenge
z.B. 75 kg x 35 ml = 2,6 Liter Wasser (-bedarf)

Ältere Menschen haben meist ein verringertes Durstempfinden. Das ändert aber nichts an der Menge Wasser, die der Körper bei Flüssigkeitsverlust braucht. Deswegen sollte gerade dieser Personenkreis auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. Im umgekehrten Fall stellt sich die Frage, ob zu viel Wasser schädlich sein kann. Personen mit Herzerkrankungen oder Nierenleiden sollten zur Bemessung des täglichen Wasserbedarfs tatsächlich einen Arzt zu Rate ziehen.

Damit lässt sich der Durst löschen

Mineralwasser ist ein schneller und gesunder Durstlöscher. Mit qualitätsgeprüftem VILSA Mineralwasser werden dem Körper zugleich wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente ohne Kalorien zugeführt. Als ebenfalls kalorienarme, dafür aber geschmacksintensivere Getränke, bieten sich Kräuter- oder Früchtetees an. Super als Durstlöscher eigenen sich außerdem die vielfältigen Erfrischungsgetränke wie H2Obst oder Spritzer von VILSA. In Form fester Nahrung wirken Wassermelonen, Salatgurken und Tomaten besonders gut als Flüssigkeitsquelle. Sie verfügen über einen Wassergehalt von mehr als 95 Prozent.

Die Wasserreservoirs des Körpers

Bei Erwachsenen beträgt der Anteil des Körperwassers ca. 60, bei Kindern sogar 70 Prozent des Normalgewichts. Aber wo wird das Wasser eingelagert? Das Körperwasser wird entweder in den Zellen oder in extrazellulären Zwischenräumen (Interstitium) von Zellen, Organen und Gewebe eingelagert. Das Gehirn und die Leber des Menschen bestehen zu 85 Prozent aus Wasser. Danach folgen die Lunge mit 84 Prozent, Blut, Nieren und Gelenke mit 83 Prozent. Spitzenreiter sind die Augen mit 99 Prozent.

Schon gewusst?

„Das Gegenteil von „hungrig“ ist laut Duden „satt“. Aber was ist das Gegenteil von „durstig“? 1999 startete der Duden dazu einen Wettbewerb, die Mehrheit wählte das Wort „sitt”. So richtig konnte sich das aber nicht durchsetzen: Im Wörterbuch steht es bis heute nicht.